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Ein Durchbruch

Sunday, November 16th, 2008

Die letzten Tage waren ziemlich turbulent. Im Mittelpunkt stand das Finden einer gemeinsamen Vision. Etwas, dass uns alle verbindet. Eine Basis auf der wir zusammenarbeiten. Bisher war unser Ziel TED in jung zu veranstalten. Also eine Konferenz, auf der junge Leute zusammenkommen, sich austauschen und neue Projekte ins Leben gerufen werfen. Aber irgendwie konnten wir uns auf dieses Format nicht einigen. Fanden es zu einfach gedacht, eigentlich nur kopiert.

Wir haben uns dann zusammen gesetzt und fleißig unsere Köpfe gestürmt. Ideen gesponnen, wieder verworfen. Uns gestritten, wieder vertragen. Waren zum Teil krank, manchmal müde. Und mussten lernen, dass Teamwork nicht einfach ist, aber es wird immer besser. Wir kennen uns ja auch noch nicht lange.
Sollen wir plötzlich etwas bahnbrechend Neues finden? Können wir das überhaupt? Müssen wir das denn? Das waren so Fragen, die uns in den letzten Tagen gequält und gleichzeitig angetrieben haben.

Lasst uns 100 Digital Natives nach Tuvalu bringen, um dort mit unseren Fähigkeiten auf die Problematik der Südseeinsel aufmerksam zu machen und vorm Untergang durch den steigenden Meeresspiegel zu retten. Oder ein Ideenhausboot bauen, dass an Europäischen Städten mit Wasseranschluss anlegt und dort die Digital Natives einlädt, um ihre Ideen zu entwickeln. Oder… Wir hatten also viele Ideen, den Kern aber noch nicht gefunden.

Gestern morgen waren drei von uns dann für ein paar Stunden auf der Utopia Konferenz, um uns von außen etwas inspirieren zu lassen. Es ging um Sustainability und Global Warming. Wir haben sehr interessante Eindrücke gewinnen können. Danke an dieser Stelle an Daniel der uns das ermöglicht hat.

Um 15.00 Uhr ging es wieder zurück ins Büro, um Stefan und Alex von PCH zu treffen. Die Jungs haben uns angeboten, beim Finden des Kerns behilflich zu sein. Was wir natürlich dankend annahmen.

Wir haben diskutiert, was wir bisher erarbeitet hatten. Mindmaps, in denen unsere Brainstorms strukturiert dargestellt waren, gezeigt. Die Jungs haben sich alles angehört, nachgefragt um zu verstehen und uns helfend zur Seite gestanden. Sie haben durch geschicktes Nachfragen und manchmal auch spitze und fordernde Kommentare uns geholfen unsere teils unterschiedlichen Vorstellungen zusammen zu führen:

Das Ergebnis: Wir bauen das Unternehmen der Zukunft

Wir nahmen oft auf den unterschiedlichsten Tagungen und Veranstaltungen teil und haben viel über Enterprise 2.0 und den zukünftigen Wandel in Unternehmen gesprochen. Langsam langweilt uns aber die Gegenwehr vieler Unternehmer, die beispielsweise teilweise noch Nachfragen, warum ein Blog eigentlich sinnvoll ist. Gemäß einem unserer Leitsprüche „act -dont talk“ wollen wir einen Schritt weiter gehen - nicht nur darüber reden, sondern handeln und es selbst bauen. Uns also trauen, was viele Unternehmer nicht wagen. Das Unternehmen der Zukunft soll dabei nicht einem toten Museum gleichen, sondern mit Leben gefüllt sein und selbstständig funktionieren. Und wir kommen hoffentlich bei Enterprise 4.0 raus.

Wie dieses Unternehmen 2020 aussieht, wissen wir noch nicht und uns ist klar, dass unser Vorhaben ambitioniert ist. Aber unser Ziel für die nächsten zwei Wochen ist herauszufinden, wie wirs herausfinden.

Das ist der Stand der Dinge. Bald gibts mehr und wer uns dabei helfen kann, ist immer herzlich bei uns willkommen.