Tag der Entscheidung

December 17th, 2008

Jetzt ist es endlich soweit: wir werden in wenigen Stunden hier in Bonn bei der DTAG, hoffentlich überzeugend, unser Projekt vorstellen und um ehrlich zu sein: die Hose ist etwas voll.

Wir sind an den aller aller letzten Detailänderungen und mit Schlafen wird das heute Nacht wohl eher nichts mehr. Macht aber nichts, Adrenalin und Kaffee halten uns wach und wir sind heiß, was man meiner Stimme im Video allerdings nicht unbedingt anmerkt ;-)

erste Schritte in die Präsentation

December 10th, 2008

Heute in einer Woche ist es soweit: wir werden am 17.12. unsere Idee bei der DTAG in Bonn präsentieren und nach Tagen der Einzel- und Gruppenarbeit wird jetzt zusammengeführt. Wir sitzen im Moment viel zusammen und präsentieren uns gegenseitig die gemachten Schritte, was in etwa so aussieht:

Besonders anstrengend, spannend, nervend und “befruchtend” zugleich ist daran jetzt, dass an den Schnittstellen der einzelnen “Arbeitsergebnisse” Reibung und Spannung ist. Was soll rein, was MUSS rein, wo passts nicht mehr und warum? Mapping der Präsentation, Use-Cases, Features der Onlineplattform, Prototype-Formate, Formen der Teamzusammenarbeit, Experteninput, Ablaufplan, Organisation Camp usw. sind nur einige der Punkte, die jetzt alle unter den selben Hut sollen … und kommen ;-)

Viel Diskussion, aber heute war der erste Tag, an dem ich am Ende des Tunnels eine runde Präsentation sehen kann und ich freu mich darauf!

Where we are now

December 5th, 2008

We want to inspire each other to shape a sustainable and more suitable work environment in a changing world that we consider worth working and living in, one step at a time.

Derived from society’s and economy’s most relevant issues, we are going to develop functional strategic frameworks and touchable prototypes which will be spread by inspiring agents and through mind changing events.

Das sind sie also, Vision und Mission hinter “digital Zeitgeist”. Und das ist es auch, was Robert teils zu Recht naiv nennt. Aber es ist unserer Meinung nach noch so viel mehr als das …

Es ist die Chance Ernst zu machen! Ernst mit einer Fehlerkultur, “trial and error” ohne dass es gleich das Karriereende bedeutet. Ernst machen mit einem konstruktiven Dialog und voneinander Lernen über alle “Generationen” hinweg und jenseits der Buzzwords. Ernst machen mit unserem neuen Verständnis von Kommunikation und Kollaboration, mit einem ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz des Zusammenlebens und Arbeitens, mit “deconstruct” und “reconstruct”, mit zukunftsorientiertem Gedankenaustausch UND praktischen Testläufen der Ergebnisse.

Wir arbeiten an einem mehrwöchigen Camp mit durchlaufendem Kern von 25 jungen Teilnehmern aus ganz Europa, das so weit wie irgendmöglich obigen Prinzipien folgen wird, diese sinnvoll umsetzt, wo nötig erweitert oder verwirft. Online Begleitung, Expertentalks, neuartige Methoden der Teamarbeit, Live-Rollenspiele, Prototyp-testing, Experimentieren “on the fly” in sogenannten try-outs und Technologien am “cutting edge” begleiten die Content Streams. Das sind die “Arbeitsgruppen”, in denen nach besonderen Methoden und unter Begleitung von Experten zu Themen und besonderen Persönlichkeiten (z.B. Mönch, Dirigent, +? ) die dringenden Fragen der Zukunft angegangen werden.

Jetzt wird sich sicherlich der eine oder andere zu Recht fragen: ist ja schön und gut, aber was hat das Ganze bitte mit dem “Unternehmen der Zukunft” zu tun, was hier auf dem Blog als “Ziel” des Projekts zu finden war? Und schon sind wir wieder bei gleich zwei der Grundprinzipien, nämlich “trial and error” und “deconstruct - reconstruct”. Es hat sich einiges getan in der Zwischenzeit, in unseren Köpfen. Wir sind hier im Team einige Male durchs Feuer gegangen, haben viel Feedback aus völlig unterschiedlichen Richtung bekommen, uns selbst gewaltig unter Erfolgsdruck gesetzt usw. Das alles hatte natürlich Einfluss auf die Stoßrichtung unseres Projekts und vor allem als wir uns daran gemacht haben, es mal “praktisch durch zu denken”, gab es einige Änderungen.

Dennoch ist der “Unternehmensaspekt” auch im Camp nach wie vor von zentraler Bedeutung, da wir unternehmerische Strukturen (genauer die hier organisierten Individuen) als Quelle der Wertschöpfungskette sehen, was ein großes Anpassungs- und Veränderungspotential Richtung Zukunft birgt. Daher werden sich die Ergebnisse des Camps, seien es Konzeptionen, Prototypen, Methoden oder Showcases, letzten Endes immer in ihrer Anwendbarkeit in der bestehenden Arbeitswelt beweisen müssen, um nicht nur als hohle Behauptungen zu enden.

Präsentation: Konzept “cell of change”

December 1st, 2008

Heute war und ist (00:46 Uhr) Endspurt angesagt. Wir haben Hektotonnen von Flipchartpapier und einige hundert Moderationskarten gesichtet, die wir im Laufe der hinter uns liegenden drei Wochen produziert haben und sitzen in den finalen Zügen unserer Konzeptpräsentation. Das sieht die ganze Zeit in etwa so aus:

Wenig spannend, aber es ist toll zu sehen, wenn sich die einzeln diskutierten Teilbereiche zusammenfügen und der Kern des Ganzen, das wir inzwischen “cell of change” getauft haben, greifbar wird.

Wenn das Ganze fertig ist, werden wirs natürlich hier zur Diskussion stellen und freuen uns auf euer ehrliches Feedback.

CAMP Format

November 21st, 2008

Heute ging´s dann schon mal langsam ans Eingemachte. Nach einer Riesenfeedbackrunde von IT-Gipfel bis 1. Dresden Open Space machten sich unsere vier Paar müde Augen an das Format eines Camps, mit dem wir unser Projekt “Unternehmen der Zukunft” starten wollen. Massen von Skizzen, Brainstormings, Colas und Diskussionen später ist der aktuelle Stand der Dinge ungefähr folgender:

Ein Kernteam durchläuft in einem mehrwöchigen “Camp” (living + working together) mehrere thematische Abschnitte. In jedem dieser Abschnitte wird der Core temporär durch Experten erweitert, die das Team nach Abschluss des jeweiligen Themas wieder verlassen. Ergänzt wird das Ganze durch weiteren externen Input (Keynotes, Workshops, externen Events) und Challenger und Störer von Außen. Somit hoffen wir für den Moment eine Balance zwischen folgenden zentralen Punkten gefunden zu haben:

  • einerseits hohen Input und möglichst viele verschiedene Standpunkte und Blickwinkel reinholen
  • andererseits Mehrfach-Diskussionen der gleichen Inhalte vermeiden

Das ist wohlgemerkt nur ein erster Entwurf und morgen kommen direkt die Nächsten …

Freiheit und solche Dinge …

November 18th, 2008

Viel Input liegt hinter uns, die Köpfe sind prall gefüllt, mit immer mindestens gut gemeinten, meistens aber auch inhaltlich guten Tips und Ratschlägen. Was sich wie ein roter Faden durch alle bisherigen Tage unseres Schaffens durchzieht ist dieses “macht Euch frei”, “öffnet Euch”, “macht den Kopf auf”. Das wird dann evtl. auch mal eher als “hört in Euch hinein”, “erfühlt Eure ureigenen Wünsche” esoterisch angehaucht verpackt, meint aber letztlich doch immer das Gleiche:

Nutzt Eure Freiheit!

Und damit sind wir auch beim Kern: das ist nämlich gar nicht so einfach. Viel leichter daher gesagt als es Einzeln oder im Team zu praktizieren und doch ist uns klar: es ist die Basis jeglicher Idee, jeder Vision, die uns trägt. Einfach von allem, an dem wir mit Feuer dranbleiben, dass wir gegen Widerstände und bei Gegenwind voranbringen wollen.

Und dann ist da noch Druck von allen Seiten, sei er jetzt wirklich existent oder nur eingebildet und aufgebaut. Von dem müssen wir uns natürlich auch “freimachen” und noch von Dings und Dings und …

… und dann liegt da jetzt auch noch diese Zeitung neben mir:

Das sagte zumindest William Godwin vor über 200 Jahren …

Das Leben ist keine Leckmuschel und das klingt nach sehr viel Gejammer, obwohl wir doch “alles” haben, was man sich für so einen Start wünschen kann, was wir wirklich sehr zu schätzen wissen. Aber es ist wirklich gerade unsere “Hauptlernfeld” hier und daher muss es in den Blog.

Tips wie immer gerne in die Kommentare ;-)

Tag der Meetings

November 17th, 2008

Mit viel Motivation und fast ganz aufgetankten Energiespeichern starteten wir in die neue Woche.
Heute standen vor allem Meetings mit verschiedenen Personen auf dem Program.
Stefan hat uns mit dem Filmemacher, Produzent und Fotograf Ralf Schmerberg zusammengebracht. Er ist bekannt durch verschiedene Videos z.B. für die Fantastischen 4, Werbespots für Nike und Lufthansa und durch sein Projekt Dropping Knowledge. Falls du es noch nicht kennst, hier der Link. Es lohnt sich.
Wir haben uns bei ihm in seinem Büro in Berlin Kreuzberg getroffen. Bei einer Tasse Tee hat er uns nochmal für bestimmte Bereiche die Augen geöffnet. Beispielsweise, dass die Zukunft niemals in der Gegenwart sein kann, denn sobald sie hier ist, ist sie keine Zukunft mehr. Er hat uns in einigen Bereichen zum Nachdenken angeregt.
Wir hatten übrigens mehr Spaß und Freude an dem Treffen als es auf dem folgenden Bild scheint.

Danach ging es in das „self hub“ zu 2 Absolventen der kaospiloten, einer dänischen Managementschule. Auch hier haben wir wieder interessanten Input bekommen und wie du siehst, saßen wir auch ziemlich bequem. Am Freitag wird ein weiteres Treffen mit den beiden folgen.

Wir kommen immer weiter und müssen jetzt erstmal den ganzen Input reflektieren und die interessanten Aspekte in unsere Arbeit integrieren.

Also weiter geht’s und bald gibt’s wieder mehr.

Ein Durchbruch

November 16th, 2008

Die letzten Tage waren ziemlich turbulent. Im Mittelpunkt stand das Finden einer gemeinsamen Vision. Etwas, dass uns alle verbindet. Eine Basis auf der wir zusammenarbeiten. Bisher war unser Ziel TED in jung zu veranstalten. Also eine Konferenz, auf der junge Leute zusammenkommen, sich austauschen und neue Projekte ins Leben gerufen werfen. Aber irgendwie konnten wir uns auf dieses Format nicht einigen. Fanden es zu einfach gedacht, eigentlich nur kopiert.

Wir haben uns dann zusammen gesetzt und fleißig unsere Köpfe gestürmt. Ideen gesponnen, wieder verworfen. Uns gestritten, wieder vertragen. Waren zum Teil krank, manchmal müde. Und mussten lernen, dass Teamwork nicht einfach ist, aber es wird immer besser. Wir kennen uns ja auch noch nicht lange.
Sollen wir plötzlich etwas bahnbrechend Neues finden? Können wir das überhaupt? Müssen wir das denn? Das waren so Fragen, die uns in den letzten Tagen gequält und gleichzeitig angetrieben haben.

Lasst uns 100 Digital Natives nach Tuvalu bringen, um dort mit unseren Fähigkeiten auf die Problematik der Südseeinsel aufmerksam zu machen und vorm Untergang durch den steigenden Meeresspiegel zu retten. Oder ein Ideenhausboot bauen, dass an Europäischen Städten mit Wasseranschluss anlegt und dort die Digital Natives einlädt, um ihre Ideen zu entwickeln. Oder… Wir hatten also viele Ideen, den Kern aber noch nicht gefunden.

Gestern morgen waren drei von uns dann für ein paar Stunden auf der Utopia Konferenz, um uns von außen etwas inspirieren zu lassen. Es ging um Sustainability und Global Warming. Wir haben sehr interessante Eindrücke gewinnen können. Danke an dieser Stelle an Daniel der uns das ermöglicht hat.

Um 15.00 Uhr ging es wieder zurück ins Büro, um Stefan und Alex von PCH zu treffen. Die Jungs haben uns angeboten, beim Finden des Kerns behilflich zu sein. Was wir natürlich dankend annahmen.

Wir haben diskutiert, was wir bisher erarbeitet hatten. Mindmaps, in denen unsere Brainstorms strukturiert dargestellt waren, gezeigt. Die Jungs haben sich alles angehört, nachgefragt um zu verstehen und uns helfend zur Seite gestanden. Sie haben durch geschicktes Nachfragen und manchmal auch spitze und fordernde Kommentare uns geholfen unsere teils unterschiedlichen Vorstellungen zusammen zu führen:

Das Ergebnis: Wir bauen das Unternehmen der Zukunft

Wir nahmen oft auf den unterschiedlichsten Tagungen und Veranstaltungen teil und haben viel über Enterprise 2.0 und den zukünftigen Wandel in Unternehmen gesprochen. Langsam langweilt uns aber die Gegenwehr vieler Unternehmer, die beispielsweise teilweise noch Nachfragen, warum ein Blog eigentlich sinnvoll ist. Gemäß einem unserer Leitsprüche „act -dont talk“ wollen wir einen Schritt weiter gehen - nicht nur darüber reden, sondern handeln und es selbst bauen. Uns also trauen, was viele Unternehmer nicht wagen. Das Unternehmen der Zukunft soll dabei nicht einem toten Museum gleichen, sondern mit Leben gefüllt sein und selbstständig funktionieren. Und wir kommen hoffentlich bei Enterprise 4.0 raus.

Wie dieses Unternehmen 2020 aussieht, wissen wir noch nicht und uns ist klar, dass unser Vorhaben ambitioniert ist. Aber unser Ziel für die nächsten zwei Wochen ist herauszufinden, wie wirs herausfinden.

Das ist der Stand der Dinge. Bald gibts mehr und wer uns dabei helfen kann, ist immer herzlich bei uns willkommen.

zweiter Tag - erster Post

November 11th, 2008

Jetzt ist es soweit, unser frisch gebackener Blog bekommt seinen ersten Beitrag verpasst und ich habe die Ehre, dies zu tun. Der Rest ist gerade auf dem Weg zum Futter holen, da wir uns gleich noch “zur Inspiration” ;-) diesen Handball-wir-sind-Weltmeister-Film anschauen wollen.

Ihr merkt schon, “high hopes” hier gerade, wir stehen noch ganz am Anfang und die Motivation ist riesig, wobei wir ehrlich gesagt gestern auch schon unseren ersten ausgewachsenen Teamclash erfolgreich hinter uns gebracht haben.

Neben tollem Input

hat uns heute der Agenturchef hier folgende “Weisheit” mit auf den Weg gegeben:

Nichts ist schwerer zu händeln als die Freiheit! Die haben wir uns gewünscht und jetzt haben wir sie an der Backe! Das mag jetzt sicher nach Luxusproblem klingen, aber jeder der schon einmal in neuer Teamkonstellation ohne konkrete Zielvorgabe gearbeitet hat, wird wissen was ich meine.

Ein erster Schritt zur sinnvollen Nutzung dieser Freiheiten, diesem “alles geht - nichts muss”, war heute eine Brainstorming-Runde die uns riesen Spaß gemacht und auch erste Aha-Erlebnisse zu Tage gefördert hat. Das erste Ergebnis sieht momentan so aus und hängt mir direkt gegenüber: